Archiv 1977-1987


Seit 1977 wird in Rimpar Theater gespielt. In diesen über 40 Jahren wurden bei uns insgesamt 53 Theaterstücke in 388 Aufführungen (Stand Dezember 2018) gespielt. Von 1977 bis 1995 hatten wir unsere Bühne im Bischof-Schmitt-Haus aufgebaut. Ab 1996 präsentierten wir dann unsere Stücke unter freiem Himmel im Innenhof des Schlosses Grumbach. Seit dem Jahr 2013 beschritt die Theatergruppe nochmals neue Wege. Es werden nun alljährlich im Herbst die Vorstellungen als Einakter, wetterunabhängig, in der Kulisse in Maidbronn aufgeführt.

Auf den nächsten Seiten finden Sie unser gesamtes Repertoire, mit den Darstellern, den Regisseuren und – sofern noch vorhanden – einer kurzen Inhaltsangabe, sowie die Links zu Bildern der jeweiligen Vorstellung, oder den Theaterproben. Wenn der Button “Bilder – Hier klicken” nicht funktioniert, liegt dies nicht an Ihnen. In diesem Fall sind (noch) keine Bilder eingestellt.

 


Das Brautwerbertrio (1977)
Lustspiel von Franz Hayn (3 Aufführungen)
Regie nicht bekannt
Schauspieler: Adolf Albert, Martha Albert, Josef Arnold, Ute Gerber, Martha Heinl, Günter Klein, Ernst Kütt, Josef Weiler
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Handlung: Der Bruchmüller war beim Militär Spieß, und nun führt er mit seinen drei Buben die Mühle im Erlengrund. Und der Büchlbauer hat drei Nichten, die ihm und seiner Frau die alten Tage wahrlich versüßen. Der Habermeier fungiert als Drahtzieher zwischen dem Erlengrund und dem Büchlhof. Beim Bruchmüller geht es zwar recht militärisch zu, denn er erzieht seine Buben ganz nach militärischem Drill – aber um so lieblicher vergehen die Tage am Büchlhof. Die drei Buben vom Bruchmüller müssen sich, “laut Befehl”, eine Frau suchen und am Büchlhof ist die Sache mit den drei Nichten umgekehrt. Habermeier verstand es, die Wege zu ebnen, und schon erfolgt der erste Spähtrupp, der anfangs ein Rückzug zu werden droht und nur durch Bruchmüllers scharfe Nachhilfe zu einem Sturmangriff mit Blumensträußen am Büchlhof wird. Sie lachen Tränen, wenn das Brautwerber-Trio „Gruppe Bruchmüller“ am Büchlhof zur Brautwerbung aufmarschiert. Eine unbeschreibliche Sache. Das Hagelwetter des herzerfrischenden Humors steigert sich unaufhörlich, bis endlich, nach vielem Versagen, die Einigkeit langsam an Raum gewinnt.

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Heiße Liebeserklärung (1978)
Lustspiel in vier Akten, von Franz Rieder (3 Aufführungen)
Regie Ottmar Arnold
Schauspieler: Adolf Albert, Martha Albert, Josef Arnold, Ute Gerber, Martha Heinl, Günter Klein, Ernst Kütt, Josef Weiler
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Handlung: Grauslinger und Michelbauer, zwei Großbauern, haben vor vielen Jahren bei einem Unfall ihre Frauen verloren. Der Michelbauer hat eine Tochter, die  Stasi, die quasi ohne rechte Nestwärme aufgewachsen ist und statt ans Heiraten zu denken, als Taucherin im Roten Meer die biblischen Fahrzeuge suchen will. Grauslinger hat einen Sohn, den Vinzenz, der unter der  Obhut der alten Barbara „heiratsfähig“ geworden ist, aber sich ganz dem Problem der Rettung der Menschheit verschrieben hat. Wer rettet aber die beiden Höfe? Die einfache Lösung: Grauslinger und Michelbauer wollen Vinzenz und Stasi zusammenspannen. Doch längst zu spät, Stasi ist über beide Ohren in Kriminalkommissar Bittermann, der eine wichtige Fahndung vor Ort leitet, verliebt. Und Vinzenz betet die neue Magd „die schöne Wilma“ an, in die sich auch Grauslinger trotz seines „Fufzgers“ verliebt hat. Der Spaß dabei: Barbara soll Vinzenz und Stasi „Aufklärungsunterricht“ erteilen! Doch der geht daneben, denn das „Liebespaar“ geht ins Wasser. Doch auch Poltermeier fällt ins Wasser und ist einer Lungenentzündung nahe. Daher soll er schnell ein heißes Bad nehmen. Und wer sitzt in der Wanne?… .Die Barbara! Die Anstandsgefühle verpflichten ihn, nach diesem „sittenwidrigen“ Zufall, die Barbara zu heiraten, obwohl er nichts gesehen hat, weil das Wasser zu dreckig war. Der Vulkan bricht erst aus, nachdem Vinzenz und Stasi als Liebespaar auftreten und Vinzenz mit 50 Grad Fieber im Heustadel der Stasi eine „heiße“ Liebeserklärung machte, ohne dass das Heu Feuer fing! Nebenbei läuft aber noch eine Kriminalgeschichte ab.

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Die Junggesellensteuer (1978)
Schwank von Alois Gfall (4 Aufführungen)
Regie Ottmar Arnold
Schauspieler: Adolf Albert, Josef Arnold, Ottmar Arnold, Leni Bachmaier, Ute Gerber, Martha Heinl, Guntram Kraus, Ernst Kütt, Karin Müller, Walter Müller
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Handlung: Zwei altmodische Junggesellen werden durch den Schwindel von einer angeblich neu eingeführten Junggesellensteuer, den ihnen ein pfiffiger Spaßvogel auftischt, für den Heiratsgedanken gewonnen. Als die Verlobung stattfinden soll, erfahren die beiden höchst unglücklichen Heiratskandidaten, daß es gar keine Junggesellensteuer gibt, und möchten nun natürlich Reißaus nehmen. Aber es gibt kein Zurück mehr für sie. Wie der Kert-Ludl die beiden Bauern mit Liebesbriefen, die er selbst diktiert hat, in ihren eigenen Fallen fängt, das ist der Höhepunkt dieses von unwiderstehlichem Humor durchgezogenen Stückes

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Fremdenverkehr (Im Original: Die gemischte Sauna) (1979)
Schwank in drei Akten von Hilde Eppensteiner (4 Aufführungen)
Regie Ottmar Arnold
Schauspieler: Adolf Albert (Florian, Bäcker), Martha Albert (Christl, Magd), Josef Arnold (Mathias, Bürgermeister), Ottmar Arnold (Waldemar der Friseur), Leni Bachmaier (Theres, die Frau vom Bürgermeister), Ute Gerber (Luise, die Frau von Florian), Günter Klein (Hans, Metzger), Karin Müller (Ida, die Frau von Xaver), Walter Müller (Seppl, deren Sohn), Josef Weiler (Xaver, Wirt)
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Handlung: Der  Gemeinderat von Burgjoss beschließt, eine Sauna zu bauen, damit der Fremdenverkehr in Schwung kommt. Leider kennen sich die Herren mit dem neumodischen Kram nicht so recht aus, so verabreden sie sich, nach Bad Orb zu fahren, um einmal eine Sauna zu besuchen. Aber ihren Frauen können sie das nicht mitteilen. Was tun? Da hat der Friseur Jean einen guten Einfall: “Wie wäre es denn, wenn ihr euren Frauen sagen würdet, wir fahren zur Wächtersbacher Messe.” Diese tolle Idee wird sofort in die Tat umgesetzt. Dass das nicht gut gehen kann, ist sicher allen klar. Die Herren verstricken sich in ihre Lügengeschichte und müssen für ihren Saunaausflug schwer büßen. Aber zu jedem Schwank gehört ein Happy-End.  Auch dieses Mal?Es sei noch betont, dass der tatsächliche Gemeinderat von Burgjoss mit  dem hier dargestellten überhaupt nichts zu tun hat. Irgendwelche  Ähnlichkeiten mit Vorkommnissen in einem Gemeinderat dieses Landes wären rein zufällig.

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Das hoffnungsvolle Kleeblatt (1980)
Lustspiel in drei Akten, von Franz Rieder (4 Aufführungen)
Regie Ottmar Arnold
Schauspieler: Adolf Albert, Ottmar Arnold, Leni Bachmaier, Günter Klein, Peter Lage, Guntram Kraus, Ernst Kütt, Karin Müller
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Handlung: Mulli, Lalli und Lätschi hausen in ihrer Holzhauerhütte hoch droben in den Bergen. Noch höher droben ist die Frühlingsalm, die vom Annerl, der lieben Sennerin, versorgt wird. Plötzlich will Lätschi „hoch hinaus“ –  Richtung Frühlingsalm. Weil er angeblich mit Mullis Kocherei nicht mehr zufrieden ist und die Feststellung macht, dass er ein „Herz“ hat. Die anderen zwei schwärmen mehr für saure Lunge und Lebkuchen. Und nun  kommt das Geheimnis, das auch hier nicht verraten wird, da für diese zünftige Gaudi, Worte viel zu trocken sind! Für dieses „Geheimnis“ macht: der Lalli ein Baby, der Koni den Babysitter, der Lätschi eine zuckersüße Ehefrau, der Mulli einen strammen Ehemann, die alte, kurzsichtige Tante Susika kommt mit einem uralten Kinderwagen, der Jäger schießt einen Sechserbock mit der „ungeladenen“ Flinte, der Naz-Onkl blamiert sich unsterblich und das Annerl lacht sich kaputt! Gut ist nur, dass das Geheimnis in einer geschlossenen Gesellschaft bleibt. Aber der Koni kann es trotzdem nicht verwinden, dass er eine Ladung Schrot in den Allerwertesten bekam und dafür einen „Hexenschuss“ vorleiden musste! Hier  gibt es „Blechmusik“, dass sich die Balken biegen, und wir sind überzeugt, dass das „Hoffnungsvolle Kleeblatt“ auch eine sehr  hoffnungsvolle Zukunft hat.

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Der Diplomat (1981)
Lustspiel in drei Akten von Sepp Faltermaier (5 Aufführungen)
Regie Ottmar Arnold
Schauspieler: Adolf Albert, Martha Albert, Josef Arnold, Ottmar Arnold, Leni Bachmaier, Ute Gerber, Martha Heinl,  Günter Klein, Guntram Kraus, Ernst Kütt
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Handlung: Wer hätte nicht schon einmal gerne gegen die Willkür von Behörden aufbegehrt?! In diesem Stück, spuckt ein Bauer deswegen Gift und Galle. Aber den Weg, den er wählt, ist der falsche. Mit etwas mehr Diplomatie wäre er nicht so arg in Bedrängnis gekommen …

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Ferien auf dem Bauernhof (1982)
Schwank von Hans Gnade (6 Aufführungen)
Regie Ottmar Arnold
Schauspieler: Josef Arnold, Ottmar Arnold, Ute Gerber, Günter Klein, Guntram Kraus, Ernst Kütt, Karin Müller, Barbara Piecha, Josef Weiler, Elisabeth Wünsch
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Handlung: In dem Stück geht es darum, das der Kalblhofbauer nicht gerade begeistert von der Idee seines Sohnes ist, den eigenen Bauernhof den Feriengästen als Urlaubsdomizil anzubieten. Er will keine fremden Gesichter auf dem Hof haben! Der dynamische Jungbauer hingegen will mit der Zeit gehen und setzt sich durch. Die Reibereien zwischen Vater und Sohn, die urigen Aussprüche von Knecht Sepp die speziell von den Feriengästen aus dem hohen Norden völlig missdeutet werden, da derlei Gewohnheiten und Brauchtum dort vollkommen unbekannt sind und vieles mehr…

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Drei Frauen um Daniel (1983)
Komödie von Christine Feller (7 Aufführungen)
Regie Ottmar Arnold
Schauspieler: Josef Arnold, Ottmar Arnold, Ute Gerber, Martha Heinl, Günter Klein, Guntram Kraus, Ernst Kütt, Walter Müller, Barbara Piecha, Elisabeth Wünsch
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Handlung: Wie schwer haben es heute die kleinen Einzelhandelsgeschäfte, um gegen die Konkurrenz der Supermärkte zu kämpfen. Daniel ist ein Opfer der Zeit. Aber drei Frauen kämpfen für sein Glück. Ein Wettlauf zwischen Gläubigern und Schuldnern, Liebe und Geld beginnt und wirbelt alles durcheinander.

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Heirat auf Befehl (1984)
Komödie von Josef Zeitler (8 Aufführungen)
Regie Ottmar Arnold
Schauspieler: Adolf Albert, Josef Arnold, Ottmar Arnold, Ute Gerber, Günter Klein, Walter König, Ernst Kütt, Hedwig Lorey, Karin Müller, Barbara Piecha, Elisabeth Wünsch
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Handlung: Eine resolute Witwe führt ihren Betrieb wie ein Feldwebel. Nicht nur ihre Angestellten müssen bei diesem Drill stramm stehen, sondern auch ihre  drei Töchter. Als sie ihnen auch noch ungefragt die Bräutigame zuteilt,  zeigen die Mädchen, dass sie weder auf den Kopf, noch auf den Mund  gefallen sind und sich sehr wohl zu helfen wissen.

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Braune Tausender (1985)
Komödie von Veri Geisenhofer (8 Aufführungen)
Regie Ottmar Arnold
Schauspieler: Josef Arnold, Ottmar Arnold, Günter Klein, Guntram Kraus, Walter König, Ernst Kütt, Hedwig Lorey, Doris Meißner, Karin Müller, Barbara Piecha
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Handlung: Schauplatz ist ein Dorf in der Inflationszeit um 1924, in der es fast täglich eine andere Währung gab. In einer Zeitungsmeldung wird bekannt  gegeben, jeder Schein der alten Währung Braune Tausender sei beim Umtausch 1000 Mark der im Moment gültigen Währung wert. Nicht nur diese Meldung versetzt die Dorfbewohner in Aufruhr: Sowohl  Bürgermeister Bartl als auch der Ökonom Hiasl erfahren, dass sie Großväter geworden sind. Da beide ihre Schwiegertöchter Resi und Portiunkula noch nie kennen gelernt haben, sorgt die Münchner Prostituierte Portiunkula, die plötzlich mit ihrem dunkelhäutigen Baby auftaucht, für Verwirrung. Sie behauptet, die Großeltern dieses Kindes würden hier leben. So kommt  es zu einem Durcheinander der Extraklasse. Bartl, der Bürgermeister, glaubt, er habe einen schwarzen Enkelsohn und Hiasl, der Ökonom, kann es kaum fassen, dass sein etwas beschränkter und extrem stotternder Sohn, solch einen tollen Stammhalter zusammengebracht hat. Jedoch stellt sich zum Schluss heraus, dass die beiden ihre Enkelkinder vertauscht haben. Auch die Zeitungsanzeige mit der Belohnung von 1000 Mark pro Braunen Tausender stellt sich als Aprilscherz dar.

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Der keusche Josef (1986)
Ländliche Posse in 3 Akten von Hannes Bauer (9 Aufführungen)
Regie Ottmar Arnold
Schauspieler: Adolf Albert, Josef Arnold, Günter Klein, Hedwig Lorey, Doris Meißner, Walter Müller, Tamara Schömig
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Handlung: Die ledige Anna, Haushälterin ihres verwitweten Schwagers Josef Meier,  beichtet dem Dorfpfarrer, dass sie als junges und unerfahrenes Mädchen  eine „kleine“ Dummheit begangen und eine Tochter hat, die seit der  Geburt in der Stadt aufgewachsen ist. Aus Angst vor dem sittenstrengen Schwager hat sie sich nie getraut, den Fehltritt von damals einzugestehen. Jetzt möchte sie das Mädchen aber lieber unter ihre Obhut nehmen, um zu vermeiden, dass diese die gleiche  Dummheit begeht. Zur gleichen Zeit befindet sich der so auf Moral und Sittlichkeit bedachte Josef in der Stadt, angeblich wegen einer Kindstaufe, in Wirklichkeit jedoch und weit weniger sittsam in einem Weinhaus:  natürlich nicht zu seinem eigenen Vergnügen, vielmehr zur Hebung der Moral, denn als Vorstand des Sittlichkeitsvereins „Weiße Taube“ ist er  geradezu verpflichtet, solche Lokalitäten aufzusuchen, um andere vor deren Gefahren zu warnen. In seiner weinseligen Stimmung macht der gar nicht so keusche Josef die Bekanntschaft der reizenden Annerl und ist von ihrer frischen, jugendlich-unkomplizierten Art hingerissen. Dass aber das Annerl bereits am nächsten Tag in die gute Stube des Josef  platzt, um ihren „Teddybär“ zu besuchen, womöglich auch, um sich für  länger einzuquartieren, ist dem Witwer gar nicht recht, könnte doch die Verbindung ein schiefes Licht auf seinen Lebenswandel werfen. In seiner sittlichen Not gibt er sie vor dem Pfarrer als seine Nichte aus. Vollends infrage gestellt wird die Moral des keuschen Josef, als ein Amtsbruder des Pfarrer aus dem Nachbardorf schreibt, dass eines seiner Schafe als Folge einer Fahnenweihe, an dem auch Josef teilgenommen hat, ein uneheliches Kind entbunden hat und als Vater einen gewissen Josef Meier angibt: die Beschreibung dieser Person passt genau auf den Sittlichkeitswächter. Damit ist der Heiligenschein des keuschen Josef endgültig verblasst, dem Verein „Weiße Taube“ droht die Auflösung und dem Vorstand reichlich  Ärger, wenn nicht noch Schlimmeres.

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1987 sind die Vorstellungen ausgefallen

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